Lubuntu, Xubuntu, etc.

Prinzipiell eignen sich auch andere Distributionen, um einen Musik-PC für Ubuntu aufzusetzen. Die vier Alternativen zu Ubuntu Studio und Dream Studio sind Ubuntu in der Standarddistribution, Lubuntu, Xubuntu und Kubuntu.

Ubuntu Standard

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Die Ubuntu Standarddistribution, aktuell 13.4 Raring Ringtail, ist natürlich auch eine Alternative zu den Musikerdistributionen. Die Unterschiede liegen für den User zunächst im Look und Feel. Die Ubuntu Standardversion arbeitet mit dem umstrittenen Unity-Desktop. Ubuntu Studio hat den übersichtlichen XFCE-Desktop, Dream Studio einen vorkonfigurierten Unity-Desktop.

Lubuntu

Lubuntu ist für ältere Computer gedacht. Als Desktop steht der übersichtliche LXDE zur Verfügung, er ist ähnlich zu bedienen wie XFCE in Ubuntu Studio. In anderen Punkten ist Lubuntu aber manchmal weniger komfortabel als die Standardversion.  Das Audioprogramm LMMS ist beispielsweise im Softwarecenter der Ubuntu-Standardversion enthalten, bei Lubuntu nicht.

Lubuntu Installation

Gemäß der Schlankheits-Philosophie von Lubuntu genügt eine CD, um Lubuntu zu installieren. Klar, denn ältere Computer haben ja kein DVD-Laufwerk. Lubuntu wird von Canonical offiziell unterstützt, seit 11.10 ist es offizielles Ubuntu-Derivat. Das schlank gehalte Lubuntu fühlt sich der Idee der freien Software verpflichtet. Für die Musikproduktion müssen daher eventuell  Codecs nachinstalliert werden.

Lubuntu VORTEILE

Wo andere Distris versagen, lässt sich Lubuntu noch installieren. Lubuntu ist auch dazu geeignet, erstmal ein Basissystem aufzusetzen. Über das Softwarecenter können dann die meisten Programme nachinstalliert werden.

Lubuntu Nachteile:

Musiker und Videocutter sind für ihre Programme sowieso auf leistungsfähige PCs angewiesen. Wer über einen aktuellen PC verfügt, sollte lieber Ubuntu Studio aufsetzen. Für den Videoschnitt mit Cinelerra ist Dream Studio die beste Lösung.

Lubuntu Tipp:

Noch ein Tipp: Mein Lubuntu hat mich auch schon aufgefordert, die „Original-CD“ einzulegen. Also: Lubuntu-CD brennen, beschriften und aufheben!

Xubuntu

Die Unterschiede zur Standardversion von Ubuntu halten sich bei Xubuntu im Rahmen. Parallel zum Ubuntu Software Center hat Xubuntu die Synaptic-Paketverwaltung an Bord, außerdem wie Ubuntu Studio den XFCE-Desktop anstelle von Unity. Abgespeckt wurde bei den beigefügten Programmen, denn Xubuntu soll auch auf älteren Computern laufen. Auf neueren PCs läuft Xubuntu richtig schnell. Seit 13.4 passt auch Xubuntu nicht mehr auf eine CD.


Xubuntu Vorteile

  • Aufgeräumter Desktop
  • Ältere Hardware funktioniert flott

Xubuntu – Nachteile

Das schlank gehalte Xubuntu fühlt sich schon auch der Idee der freien Software verpflichtet. Also bei der Installation aufpassen, damit auch alle Codecs geladen werden.

Vor der Installation:

Xubuntu als Livesystem testen.

Xubuntu Systemvoraussetzungen

Die Systemvoraussetzungen von Xubuntu sind laut offizieller Ubuntu-Seite mindestens 512 MB Arbeitsspeicher, 5 GB Speicherplatz und eine Grafikkarte mit einer Auflösung von 600×600 Pixel. Tatsächlich läuft Xubuntu auch auf schwächeren Systemen, aber dann nicht mit leistungshungrigen Programmen wie Cinelerra oder Blender.

Xubuntu Download

Die .iso-Dateien von Xubuntu ab 13.4 passen nicht mehr auf eine CD. Hier geht es zum Download. Xubuntu-Versionen sind mit 32 bit und 64 bit erhältlich.

Xubuntu für Einsteiger

Xubuntu hat zwar wenige Programme integriert, aber die lassen sich über das Softwarecenter schnell nachinstallieren. Für Ubuntu-Einsteiger ist Xubuntu vielleicht die beste Distribution, denn sie überfordert den Neuling nicht mit überladenen Funktionen.

Kubuntu

Kubuntu ist eine offizielle Distribution von Ubuntu, die den KDE-Desktop anstelle von Unity, dem Desktop der Standardversion verwendet. Die Paketquellen von Ubuntu und Kubuntu sind aber identisch. Veröffentlicht wird Kubuntu zeitgleich mit der Ubuntu-Hauptversion.

Canonical hat die aktive Mitarbeit an Kubuntu zwar zurückgefahren, aber Kubuntu hat eine große Community, ist also keine „gefährdete Distribution“.

Die Kubuntu-Community stellt unter KDE-Games eine eigene Spielesammlung zur Verfügung. Gut integriert in den KDE-Desktop ist das Videoschnittprogramm Kdenlive.

Kubuntu Zielgruppe:

Kubuntu ist die ideale Distribution für Ubuntuuser, die gerne Spiele zocken und einen Desktop mit vielen Funktionen schätzen. Außerdem geeignet für die Fans des Videoschnittprogramms Kdenlive .

Nicht empfehlenswert für:

Kommandozeilenfreaks, Linuxpuristen, Anhänger eines Minimalsystems, Besitzer älterer PCs.

Vor der Installation:

Prüfen, ob Prozessor und Arbeitsspeicher für Kubuntu ausreichen.
Für Spiele und 3D-Anwendungen darf es gerne etwas mehr sein. Am besten mit Kubuntu Live-DVD testen.

Softwarecenter nachinstallieren

Kubuntu wird ohne Softwarecenter ausgeliefert. Über das Terminal kann das Softwarecenter nachinstalliert werden:

sudo apt-get install software-center
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