Soundcloud und die Majors

Ubuntu NewsWas früher Myspace war, ist heute Soundcloud. Die wichtigste Plattform für Musiker und Fans im Internet. Das Soundcloud-Geschäftsmodell bewegt sich aber immer noch in einer Grauzone. DJs mixen urheberrechlich geschütztes Material, Bands veröffentlichen Coverversionen, Charthits werden wie bei Youtube wieder rausgeworfen. Wie das halt im Internet so eine Weile funktioniert. Bis die großen Player auf den Plan treten.

Die Majorlabels

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Drei große Labels beherrschen den Weltmarkt, nämlich Universal, Sony und Warner. Diese haben dem Treiben von Soundcloud eine Weile zugesehen, und nach dem Wachstum der Plattform bei Copyright-Verletzungen eingegriffen. Jetzt steigen sie nach Informationen von Bloomberg mit ins Boot. Der Wert von Soundcloud liegt bei rund 350 bis 450 Millionen Euro. 3 bis 5 Prozent Unternehmensanteile sollen die großen Drei erhalten.

Soundcloud wird Spotify

Was heißt das nun für die Unsigned Artists, die sich auf Soundcloud tummeln? Soundcloud wird weniger Indie. Ich mach mal den Erklärbär: Indie kommt nicht von einer bestimmten Sorte Gitarrenrock, sondern vom Indie-Label. Man wird sehen, wie sich der Einfluss der Majors auf die Soundcloud-Kultur auswirkt. Vielleicht wechseln ja auch einige wieder zum totgesagten Myspace zurück. Oder bombadieren Magnatunes mit ihren Tracks.

Mit Soundcloud zum Star werden

Wenn die Jungs von Soundcloud den Deal für neue User nutzen wollen, und damit meine ich Musiker, installieren sie eine Karriereleiter nach diesem Prinzip: Wenn dein Hit 500.000 Klicks hat, erhältst du ein Gespräch mit dem A&R-Manager eines Majorlabels deine Wahl. Davon träumen ja doch alle Musiker. Ausnahmen: Musiker, die sich keine Vorschriften über Musikstile und Texte mache lassen wollen. Deswegen gründeten die Dead Kennedys und Frank Zappa ihre eigenen Labels.

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